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Die Realgemeinde Pattensen ist keine politische Gemeinde. Sie ist ein Verband von zur Zeit 28 Mitgliedern mit insgesamt 31 Anteilen an land- u. forstwirtschaftlich genutzten Flächen in der Gemarkung Pattensen.

Die Gesamtfläche betrug ehemals 70 ha (700.000 m²). Heutzutage sind noch ca.57 ha (57.000 m²) übrig geblieben. Die Flächen befinden sich zum Einen verstreut in der Pattensener Feldmark  bzw. zum Anderen als zusammenhängendes Waldgebiet , dem Pattensener Fuhrenkamp, mit seiner jetzigen Größe von ca. 44 ha.

Bekannte Flurbezeichnungen wie „Berg zu Berg“, „Schinnerkuhl“, „Laubkuhle“ oder „Vossbarg“ gehören dazu. Früher reichte die „Fuhrenkamp“-Grenze bis an die heutige Straße „Rehmenberg“, heutzutage beginnt der Besitz der Realgemeinde westlich und nördlich des Schützenhauses und der alten MTV-Sporthalle und erstreckt sich bis Nahe an den „Alten Postweg“ im Westen bzw. der Scharmbecker Gemarkungsgrenze im Norden.

Die erste Satzung stammt aus dem Jahre 1830. Damals wurden Flächen aus dem Besitz des Königs von Preußen, Georg III., unter Auflage von bestimmten Pflichten, abgetreten. Bei den Flächen handelte es sich meist um Flächen, die zur damaligen Zeit keine landwirtschaftliche Nutzung und Eichelmast zuließen. Es waren überwiegend große Heideflächen, die geplaggt und abgehütet wurden. Die geplaggte Heide wurde als Baustoff zur Firstabdeckung von reetgedeckten Häusern verwendet oder sie diente dem Vieh als Einstreu.

Mit dem Einzug der Kiefer (Föhre) in unserer Region, hatte die Obrigkeit schnell erkannt, dass Holz ein wertvoller, nachwachsender Rohstoff für Bau und Energie war.

Somit wurde über Jahre, mit königlicher Forstamtsaufsicht, der „Föhrenkamp“ (Fuhrenkamp) mit der Föhre (Kiefer) aufgeforstet Die anfallenden Forstarbeiten wurden damals bzw. werden auch heute noch überwiegend gemeinsam von den Interessenten  (Mitgliedern) durchgeführt.

Heftige Orkane reduzierten in den vergangenen Jahren allerdings den Baumbestand. Dadurch veränderte sich auch die Struktur des Waldes und des Öko-Systems. Durch umfangreiche Aufforstungsmaßnahmen ist es gelungen, den  Wald wieder so herzurichten, wie er heute dasteht.. Starker Wildverbiss behinderte teilweise dabei die Neuanpflanzungen in ihrem Wachstumsverlauf, so dass zusätzliche Schutzmaßnahmen dafür angelegt werden mussten.

Die Realgemeinde hat einen von den Mitgliedern gewählten Vorstand. Dieser regelt alle geschäftlichen Angelegenheiten  der Mitglieder und vertritt die Realgemeinde nach  außen.

Auf dem einmal jährlich stattfindenden Treffen der Mitglieder, dem sog. „Bauernrechen“ , gibt der Vorstand einen genauen Geschäfts- und Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr.

Für die Dorf -u. Vereinsentwicklung in Pattensen hat die Realgemeinde immer einen großen Beitrag geleistet. Sie trat in den vergangenen Jahren größere Flächen ab, damit z.B. in den fünfziger und sechziger Jahren viele heimatvertriebene Familien  zu außerordentlich günstigen Bedingungen ein Grundstück erwerben konnten, um sich ein Haus zu bauen oder damit sich der Sportverein und der Schützenverein ein Vereinsheim bauen konnten. Dazu vergab die Realgemeinde einige Flächen auf Erbpacht und unterstützte somit die Vereine im großen Umfang.

Des Weiteren stellt der Pattensener Fuhrenkamp für viele Pattensener Bürger ein beliebtes Naherholungsgebiet dar. Damit dies auch in Zukunft so bleiben möge, erwarten die Mitglieder der Realgemeinde von jedem Besucher des Waldes auch ein dementsprechend rücksichtsvolles Verhalten.

Es gilt, diesen Lebensraum für selten gewordene Fauna und Flora besonders zu schützen. Dazu gehört die Müllvermeidung, das Anleinen der Hunde, damit verbunden die Einhaltung der Brut- u. Setzzeiten, das Fahrverbot für PKW und die strikte Einhaltung des Rauchverbotes in trockenen Sommern.

Bei Bedarf an Brennholz wenden Sie sich bitte an den ersten oder zweiten Vorsitzenden.

Für die Realgemeinde Pattensen

Wilhelm Lühr, 1.Vorsitzender  (Tel. 7319)

Hermann Cordes jun., 2.Vorsitzender  (6543)

 
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